Judith Kuckart wuchs in Schwelm am Rand des Ruhrgebiets auf. Ihr Studium der Literatur- und Theaterwissenschaften an der Universität Köln und der Freien Universität Berlin schloss sie mit dem Magister ab. An der Folkwang-Hochschule Essen absolvierte sie eine Tanzausbildung. 1984 gründete sie das Tanztheater Skoronel, eine freie professionelle Gruppe, mit der sie bis 1998 siebzehn Produktionen realisierte. Seit 1999 arbeitet sie als freie Regisseurin.
Judith Kuckarts erster Roman „Wahl der Waffen“ erschien 1990. Es folgten unter anderem „Der Bibliothekar“, „Lenas Liebe“, „Kaiserstraße“ und „Wünsche“.
Judith Kuckarts Themen (misslungene Lieben und versäumte Leben, nationalsozialistische Vergangenheit und politischer Terrorismus der 70er Jahre, deutscher Alltag in der Provinz) werden zwar in gängigen Genres präsentiert: als Familienroman, Reisegeschichte, Krimi. Deren Handlungsmuster allerdings sind durch originelle Arrangements immer wieder gestört, und sie werden bedient in einer ungewöhnlichen Sprache.
Judith Kuckarts Prosa passt in kein Raster. Sie nutzt (scheinbar unbefangen) triviale literarische Muster, aber sie tut dies in einer ungewöhnlichen Sprache, die schwer zu beschreiben ist.

Am Montag, den 27. Januar 2020 um 17:30 Uhr wird Judith Kuckart an der University of Birmingham im Muirhead Tower 109 drei Texte vorlesen.

Die Veranstaltung ist öffentlich und findet auf Deutsch statt.